Hitzige Duelle um Fussbälle
Am letzten Wochenende fand bereits zum 69. Mal das beliebte Dorfturnier statt. Dort haschten, kurz vor der Frauen Fussball EM, auch die sportlichen Männer und Jungs um Aufmerksamkeit.¶
Am letzten Wochenende fand bereits zum 69. Mal das beliebte Dorfturnier statt. Dort haschten, kurz vor der Frauen Fussball EM, auch die sportlichen Männer und Jungs um Aufmerksamkeit.¶
Rümlang. Bei Aussentemperaturen von mehr als 30 Grad haben sonst treue Grümpi-Fans wohl zugunsten von Freibad und anderen Gewässern entschieden. An den Spielfeldrändern tummelte sich nur wenig Publikum, hauptsächlich Familie oder Betreuende der gerade spielenden Teams.
Geht es im direkten sportlichen Duell heiss umkämpft zu, bedeutet dies neben dem Feld: Viel Wasser und Schatten sind von Nöten. Beides war nicht gerade in Mengen vorhanden. Einerseits sind Bäume, die früher Schatten spendeten, neuen Fangzäunen zum Opfer gefallen, anderseits ist der beliebte Brunnen mit den Wasserhahnen am Spielfeldrand bei der Tribüne verschwunden. Der Kunstrasen ähnelte bei bestimmter Sonneneinstrahlung einer schneebedeckten Wiese, doch leider blieb der kühlende Effekt aus. Aber genug der Bedenken, Spielerinnen und Spieler, die da waren, haben sich keine Blösse gegeben und Fans und Betreuenden etwas geboten.
Während der deutsche Speaker immer wieder Land, Turnier und Sponsoren lobte, gängige Musik das Festgelände flutete, ein Wasservorhang für Abkühlung und eine Torwand für Preise sorgten, begegneten sich auf dem Rasen die unterschiedlichsten Teams. Am Sonntag beim Schülerturnier, standen körperlich weit unterlegene Mädchen Gegnerinnen gegenüber, dass man schon vor dem Anpfiff um die Gesundheit der Jüngeren fürchtete. Und wahrlich nur wenige Sekunden, nachdem der Ball in Bewegung gekommen war, zappelte er schon im Netz der Jüngeren. Zusehende gerieten darauf nicht nur der Hitze wegen in Wallung, Schweissperlen vermischten sich mit Tränen. Doch dann entpuppten sich die kleineren Mädchen als technisch doch versierter, als sie sich anfangs zugetraut hatten. Das Spiel verlief schliesslich ziemlich ausgeglichen.
Bei anderen Partien wurde gekämpft und gelaufen ohne zu klagen. Die Namenswahl der Teams verriet deren Siegeswillen oder, ob sie hauptsächlich zum Vergnügen mitspielten. Die Jungs in goldgelben Trikots und blauen Hosen, hatten sich mit Brasilien einen «adligen» Namen auf die Fahne geschrieben. Klar wurden sie von einer jungen Brasilianerin mit traditionell rotem Lippenstift und Fahne umjubelt. Ob es genützt hat? Nach den Finalspielen und der Auswertung aller Resultate, gab es Pokale für die Besten. Für alle Anderen bleibt ein Jahr Zeit zu trainieren, um bei der Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr, dann auch frenetisch jubeln zu können.
Martin Allemann
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