Thomas Huber blickt auf das Jahr 2025 zurück – und auf das neue Jahr voraus. Bild: zvg
Liebe Rümlangerinnen und Rümlanger
Ein turbulentes Jahr geht zu Ende, das neue steht bevor. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht – aber ich habe das Gefühl in jedem Jahr geht es schneller. Aber vielleicht ist dies auch eine Alterserscheinung meinerseits. Ich hoffe, Sie hatten schöne Festtage und konnten sich mit Ihren Liebsten und Familien vom Alltagsstress etwas erholen.
Nach dem Jubiläumsjahr im 2024 mit vielen kulturellen Events, wollten wir es im 2025 etwas ruhiger angehen. Trotzdem läuft in unserem Dorf ja immer viel, selbst in einem «ruhigen» Jahr. Vom SVR Grümpelturnier, dem Volksschiessen der Armbrustschützen, dem Jahreskonzert des Musikvereins über den Martinimärt und den vielen kulturellen Anlässen von Rümlang Kultur, Vögi’s Chäller, den Gospel Singers, in der Bibliothek oder im «90i» – für alle ist etwas dabei und die Auflistung ist nicht abschliessend. Herausheben möchte ich auch den Verein «MIR – Mitenand in Rümlang», mit vielen kreativen Events, dem neu lancierten «Waldlauf» und der Aktion «Sternendorf», welche das Dorf bereichert. Überall sieht man die schönen Sterne als neues Markenzeichen von Rümlang. Als weitere sportliche Ergänzung haben wir auch seit dem letzten Jahr eine «Padel» Halle beim Tennisplatz. Ich finde es fantastisch, dass im «Rümlanger» die Agenda immer prall gefüllt ist mit kleineren und grösseren Anlässen. Das belebt das Dorf, unterstützt die Vereine und gibt den Zusammenhalt unter den Menschen. Gemeinde kommt von Gemeinschaft und dies spüre ich in Rümlang ganz besonders. Auch wenn wir nicht alle immer gleicher Meinung sind oder politische Diskussionen anders angehen, als Rümlangerinnen und Rümlanger halten wir trotzdem zusammen. Ich persönlich durfte bei vielen Veranstaltungen dabei sein und freue mich immer auf die Begegnungen mit Ihnen, den Menschen im Dorf.
Nach dem Rücktritt von meinem Vorgänger Peter Meier als Präsident und den Neuwahlen haben wir uns im Gemeinderat neu konstituiert und konnten so die Behörde neu ausrichten, im Wissen, dass die nächsten Wahlen bereits im März 2026 vor uns stehen. Es freut mich sehr, haben sich doch einige neue Personen für die Behörden aufstellen lassen und ich schaue zuversichtlich in die Zukunft. Es braucht auch einmal frischen Wind, um die Perspektiven neu zu sehen. Ich möchte mich beim Gemeinderat herzlich für die Zusammenarbeit und die konstruktiven Sitzungen bedanken. Die letzten Monate waren sehr zeitintensiv und ich habe einen grossen Zusammenhalt gespürt. Das motiviert, weiter als Gremium und Team zusammen die künftigen Herausforderungen anzugehen.
Ebenfalls neu ausgerichtet haben wir die Verwaltung. Mit einer neuen, moderneren Struktur mit Verwaltungsleiter und Gemeindeschreiber, um hier die Optimierungen voranzutreiben. Hier sind wir noch in der Umsetzung, die Stellen sind aber besetzt. Hier möchte ich auch meinen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde Rümlang aussprechen. Das letzte Jahr war sicherlich nicht einfach, geprägt von Veränderungen und Wechseln. Ich bedanke mich bei allen, die hier viel Extra-Einsatz gegeben haben, um unseren Service aufrecht zu erhalten. Dies ist nicht selbstverständlich und ich schätze den direkten Austausch mit Euch allen. Ob in den Werken, im Büro, Alterszentrum, Reinigung oder anderen Abteilungen. Danke für die Hilfe und Unterstützung.
Zwei grosse Themen im Bereich Entwicklung des Dorfes sind wir schon einige Jahre am Planen, sind aber im 2025 mit viel Zeitaufwand vertieft worden. Das eine ist die Entwicklung der Schmidbreiten und der Bahnhofsregion. Hier haben wir mit einer Planungsgruppe und vielen Workshops mit Grundeigentümern, Städteentwicklern, Architekten und Planern, sowie Rümlanger Bürgerinnen und Bürgern eine Richtung für die Entwicklung vorgeben können. Wir werden weiterhin informieren und die nächsten Schritte planen. Ebenfalls wird uns in den nächsten Jahren die Entwicklung der Schul- und Sportregion begleiten. Wie gehen wir weiter vor, um die vielen alten Schulhäuser, die oft in einem sehr schlechten Zustand sind, zu renovieren und das vorgesehene Wachstum aufzufangen? Wie und wo können wir die Sportregion entwickeln und den Vereinen den nötigen Platz geben? Wie können wir dabei die Kosten so tief wie möglich halten und trotzdem für die Zukunft gerüstet sein? Diese Fragen werden uns in den nächsten Jahren beschäftigen und Sie dürften an den Gemeindeversammlungen Ihre Stimme abgeben.
Fast 300 Stimmbürger, dazu die Gäste und die Presse, haben an der Dezember-Gemeindeversammlung unseren Gemeindesaal gefüllt. Natürlich ist der Gemeinderat enttäuscht über die Ablehnung des vorgeschlagenen Steuerfusses. Wir haben aber die kritischen Voten aufgenommen und werden diese in unsere nächsten Schritte mitnehmen. Persönlich habe ich mich trotzdem sehr über die gelebte direkte Demokratie gefreut. Wo sonst kann man so direkt über die Punkte abstimmen, Änderungen einbringen, Kompromisse finden, gepflegt streiten und sich beim Apéro im Anschluss noch über die Punkte vertiefen. Und da komme ich auf den Punkt vom zweiten Abschnitt zurück, am Ende wollen wir alle das Beste für unser Dorf – als Gemeinschaft.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute im 2026 und freue mich, Sie auch im neuen Jahr in Rümlang zu treffen.
Ihr Thomas Huber «Huebi», Gemeindepräsident Rümlang