Agil wie der Fisch im Wasser
Gegen 800 Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe traten am Dienstag vergangener Woche zum traditionellen Wettkampf «Rümlanger Fisch» an.
Mit verschiedenen Schwimmstilen pflügten sich rund 800 Kinder beim «Rümlanger Fisch» durchs Wasser. Bild: Martin Allemann
Gegen 800 Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe traten am Dienstag vergangener Woche zum traditionellen Wettkampf «Rümlanger Fisch» an.
Rümlang. Egal, ob sie im Rümelbach oder Worbiger zur Schule gehen, der Schwimmwettkampf «Rümlanger Fisch» hat eine lange Tradition. Stolz – wie alle anderen natürlich auch – kann sein, wer seinen Namen auf der grossen Gewinnertafel im Hallenbad Heuel eingraviert sieht. Wie der Augenschein vor Ort bestätigt, schaffen das Einige gleich mehrfach über die Jahre hinweg. Schon kurz nach Beginn des Events ist der Lautstärkenpegel angeregt hoch. Die Kinder, tropfnass aus der Dusche, mit einheitlich farbenen und gar selbstsicher goldenen Badekappen, warten klassenweise, aufgeregt auf ihren Einsatz. Die Erstklässler haben die Wahl, eine Länge zu schwimmen, oder aber, wenn das noch nicht so sicher klappt, nach Ringli zu tauchen. Letzteres ist aber bestimmt nicht die einfachere Disziplin. Auch die bereits mit der Erfahrung eines «Fisches» Startenden müssen nicht ab Startböckli springen, sondern dürfen vom Beckenrand abstossend die 25 Meter in Angriff nehmen. Erlaubt sind auch Brettchen oder Nudeln als Schwimmhilfen.
Der Blick in die Gesichter reflektiert unterschiedlichste Minen. Da gibt es die voll Konzentrierten und vielleicht auch mit gesundem Ehrgeiz unterwegs, aber auch die etwas ängstlichen Blicke. Wenn der Pfiff ertönt, gibt es aber kein Zurück mehr, sondern nur noch mit egal welchem Schwimmstil durch’s Wasser pflügen, und das halt so schnell wie möglich. Da und dort geht die Rechnung auf, oder aber man nimmt es gemütlich im Wissen: mitmachen ist wichtiger denn siegen.
Dennoch allzu locker darf man es auch nicht angehen lassen, schliesslich schreit einem die ganze Klasse zu Höchstleistung, um vielleicht als Team zu gewinnen. Dafür gibt es Pokale. Je höher die Primarstufe, je eher ist das Ziel nicht einfach durchkommen, sondern ein Edelmetall zu gewinnen. Jeder tut das nach seinen Möglichkeiten und hat wenn’s nicht so wunschgemäss lief das nächste Jahr eine neue Chance. Geföhnt, gestärkt mit Moscht und Brötli ging es zurück in den Schulalltag.
Martin Allemann
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