Ein Clown stimmte am vergangenen Freitag auf das Rümlanger Dorffest ein. Bild: Janik Schmid
04.09.2026 08:00
Rümlanger Dorffest: Drei Tage voller Begegnungen, Genuss und Unterhaltung
Nach vier Jahren wurde in Rümlang am vergangenen Wochenende wieder das Dorffest gefeiert. Die Gäste kamen in Scharen, genossen das vielfältige Angebot und sorgten für eine unvergessliche Stimmung.
Rümlang. Eine Stunde bevor das Rümlanger Dorffest am Freitag offiziell begann, trafen sich das Dorffest-OK «Rumicornis» mit Vertretern der Sponsoren und weiteren geladenen Gästen zum Sponsoren-Apéro im Vögi’s Lager 196. Bei einem feinen Apéro-Plättli und hauseigenem Wein wurde gemeinsam auf die bevorstehende Eröffnung angestossen. Offeriert wurde der Apéro vom Vögis Lager 196 (Weingut Lienhard & Vögeli) und vom Katzenrütihof.
Thomas Huber, Gemeindepräsident und Co-Präsident von «Rumicornis», bedankte sich in seiner Ansprache beim OK, den Sponsoren, den Vereinen und allen helfenden Händen. «Es sind wieder vier Jahre vorbei und wir haben wieder ein Dorffest in Rümlang. Wir hatten die letzten zwei Jahre intensiv daran gearbeitet», sagte er. Ohne die Sponsoren wäre dieses Fest nicht möglich, betonte Huber. Er freue sich auf die drei Tage und wolle versuchen, «sich die drei Tage durch dieses Fest durchzuessen», was unter den Gästen für Lacher sorgte. Bei allen Ständen etwas zu essen, werde wahrscheinlich nicht möglich sein, aber er wolle zumindest bei allen vorbeischauen und freue sich auf die Gespräche.
Für weitere Lacher sorgte während des Apéros ein Clown, der sich plötzlich unter die Gäste mischte und mit seinen non-verbalen Darbietungen für Stimmung sorgte. Um 18 Uhr verliess er den Apéro auf seinem kuriosen Fahrrad in Richtung Dorffest. Es war so weit: Huber erklärte das Dorffest für eröffnet und Fredy Lehmann, Co-Präsident von «Rumicornis», ergänzte mit einem Augenzwinkern: «Und ab morgen ist dann noch viel besseres Wetter!»
Das Wetter hätte zum Start am Freitag tatsächlich besser sein können. Eine Unwetterfront zog über weite Teile des Kantons Zürich, und auch in Rümlang regnete es. Trotzdem stand das Dorffest und nach und nach kamen die Gäste. Am Samstag und Sonntag hätte das Wetter dahingegen kaum schöner sein können. Die Leute kamen in Scharen, das Fest wurde rege besucht und die Stimmung war toll.
Das Zentrum von Rümlang hatte sich während drei Tagen in einen Festplatz verwandelt. Die Rümlanger Vereine, das lokale Gewerbe, Marktfahrer und weitere Beteiligte sorgten mit ihren Ständen und Festangeboten für Abwechslung. Kulinarisch war für jeden etwas dabei. Das Fest entwickelte sich regelrecht zu einem kleinen Food-Festival: Es gab Würste und Burger vom Grill, Flammkuchen, Currywurst, Schweizer Döner mit Fleischkäse, Raclette, tibetische Momos, Thaifood, italienische Pizza und mexikanische Fajitas, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Dazu kamen Bierstände mit Festzelten und Festbänken sowie Bars mit vielen feinen Drinks. Und auch die klassischen Chilbi-Leckereien wie Magenbrot, gebrannte Mandeln, Zuckerwatte, Glace und Co. durften am Dorffest natürlich nicht fehlen.
Neben dem Essen gab es viel zu entdecken und auszuprobieren. Die Chilbi lockte mit Autoscooter, verschiedenen Bahnen, Schiessständen und weiteren Attraktionen. Auf dem Kinder- und Kettenkarussell drehten sich die Gäste im Kreis, beim Dosenwerfen und Gummi-Entli-Fischen konnte man sein Glück versuchen. Die riesige Hüpfburg war ebenso beliebt wie das «Avenger-Taxi» und die wilde «Propeller-Bahn», die ihre Fahrgäste an einem riesigen Dreharm durch die Luft schleuderte und für einige vergnügte Kreischer sorgte.
Ein absolutes Highlight war selbstverständlich das Riesenrad auf dem Gemeindehausplatz. Das OK war besonders stolz darauf, dass es dieses Jahr geklappt hatte. Ein solches Riesenrad müsse man bereits Jahre im Voraus buchen, wie von OK-Mitglied Kurt Vogel zu erfahren war. Von oben bot sich ein Ausblick über das Festareal bis hin zum Flughafen und darüber hinaus.
Auch für die kleineren Besucher gab es viel zu erleben. In einer Eberhard-Mulde konnten Kinder beim «Sändelen» ihrer Kreativität freien Lauf lassen oder beim Baggern ihr Können zeigen. Daneben stand ein brandneuer Bagger der Firma Eberhard stolz ausgestellt. Auch Bobbycar-Rennen fehlten nicht, und unweit davon entfernt konnte man sich beim Stand des Musikvereins, der für musikalische Unterhaltung sorgte, selber im Trommeln versuchen. An weiteren Ständen gab es Spielzeug und Accessoires, und an verschiedenen Glücksrädern konnte man Preise gewinnen.
Der Verein «Made in Rümlang» war gleich mit einer ganzen Stände-Gasse vertreten und bot allerlei Selbstgemachtes und Leckereien an. Die vielen Vereinsstände machten sichtbar, wie unterschiedlich das Angebot am Dorffest war. Die Beteiligten hatten ihre eigenen Festangebote gestaltet und luden die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen, Geniessen und Zusammensein ein.
Für Thomas Huber war genau diese Vielfalt ein wichtiger Teil des gelungenen Festes. Er habe mit vielen Menschen, Vereinen und Betrieben persönlich sprechen können. Auch durch seinen offiziellen Einsatz als OK-Mitglied sei er immer nahe am Geschehen gewesen. Es habe hin und wieder Themen gegeben, die es am Fest zu bewältigen galt – diese seien aber oft schnell und unkompliziert zu lösen gewesen. Die Rückmeldungen der Gäste seien «durchwegs positiv» gewesen.
Auch insgesamt habe das Fest seinen Erwartungen entsprochen, sagt Huber. «Alle hatten Spass, es gab für alle Interessen etwas, die kulinarische Auswahl war ebenfalls toll.» Bis auf kleinere Themen und einen einzelnen Vorfall am Freitag nachts sei das Fest sehr friedlich verlaufen.
Ein besonderer Programmpunkt war am Sonntag der gemeinsame Gottesdienst der vier Kirchen. Danach ging der Festbetrieb im Herzen des Dorfes erfolgreich weiter. Für Huber ist der Erfolg des Dorffestes nicht zuletzt dem Einsatz vieler Beteiligter zu verdanken. «Nur mit all diesen kleinen Zähnen funktioniert das ganze Zahnrad», sagt er abschliessend.
Alles in allem war es ein rundum gelungenes Rümlanger Dorffest. Nach drei Tagen voller Begegnungen, Genuss und Unterhaltung darf man sich bereits auf die nächste Ausgabe freuen, die hoffentlich nicht länger als vier Jahre auf sich warten lässt.
Janik Schmid