Rümlanger Fünftklässler räumen auf
Über 100 Personen beteiligten sich am Clean-Up-Day in Rümlang. Rund 70 Kilogramm Abfall kamen zusammen – der grösste Teil davon war recyclebar.
Alle vier 5. Klassen von Rümlang waren am vergangenen Mittwoch dem Abfall auf der Spur. Bild: Janik Schmid
Über 100 Personen beteiligten sich am Clean-Up-Day in Rümlang. Rund 70 Kilogramm Abfall kamen zusammen – der grösste Teil davon war recyclebar.
Umwelt. PET-Flaschen, Glasscherben und sogar Autoteile: Am vergangenen Mittwoch waren die Rümlanger Fünftklässler dem Abfall auf der Spur. Alle vier 5. Klassen der Gemeinde – drei aus dem Schulhaus Worbiger und eine aus dem Schulhaus Rümelbach – beteiligten sich am ersten Clean-Up-Day.
Zu Schulbeginn versammelten sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenplatz und teilten sich klassenintern in Gruppen auf. Jede Klasse übernahm einen von vier Sektoren, in denen sie bis kurz vor Mittag Abfall sammelte. Ein fünfter Sektor an der Flughofstrasse wurde wegen des Verkehrs von Erwachsenen des Vereins NUR übernommen. Auf den Wald wurde wegen der Sturmgefahr sowie nasser und abbrechender Äste bewusst verzichtet.
Ausgerüstet waren die Kinder mit Abfallsäcken und -boxen, Leuchtwesten, Handschuhen und Greifzangen. «Es gab viele Zigarettenstummel. Aber wir hatten zum Glück Handschuhe», sagte ein Mädchen. Besonders viel Abfall fanden die Kinder nach eigener Einschätzung am Bahnhof und bei Baustellen, weniger hingegen in Siedlungsgebieten und auf privaten Arealen. «Auch haben wir den Kanal geputzt», berichtete eines der Kinder stolz.
Gesammelt wurde allerlei: neben Glas- und PET-Flaschen, Aludosen, Stoff- und Plastikresten auch Papier-Fötzeli, Deko-Steine, bis hin zu Autoteilen oder Teile eines Stuhls. Am Zürichweg konnten die gefüllten Säcke an einem Treffpunkt abgegeben und neue geholt werden. Dort war für eine süsse Verpflegung gesorgt, und natürlich fehlte auch das Znüni-Essen nicht.
Unterstützt wurde die Aktion vom Werkhof, der Sammelstelle, dem Verein NUR und McDonald’s. Natascha Ryffel von McDonald’s transportierte mit einem Fahrzeug schwerere Abfälle zum Werkhof. Das Unternehmen geht zweimal wöchentlich mit diesem Fahrzeug auf Abfalltour durch Rümlang und stellte dieses wie auch zusätzliches Material wie Greifzangen oder Leuchtwesten für den Clean-Up-Day zur Verfügung. Zum Abschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Gutschein für einen Cheeseburger.
Beim Werkhof wurde der gesammelte Abfall fachgerecht getrennt. Rund 70 Kilogramm kamen zusammen, davon waren etwa 55 Kilogramm recyclebar. 15 Kilogramm Hauskehricht werden verbrannt. Sortiert wurde unter anderem in PET, Alu, Eisen, Glas, Textilien, Elektrogeräte, Leuchtmittel, Grüngut, Batterien, Plastik, Karton, Papier, Styropor, Öl und Sperrgut.
Lanciert hatte das Projekt Daniela Zacheo, Klassenlehrperson einer 5. Klasse im Schulhaus Worbiger. Im Unterricht beschäftigten sich die Kinder im Fach NMG (Natur, Mensch, Umwelt) mit zehn verschiedenen Wertstoffen. «Aus dem theoretischen Unterricht hatte ich die Idee, daraus jetzt noch Praxis zu machen», erklärt Zacheo. Die Kinder sollten erleben, was wiederverwertet werden kann und wie viel des scheinbaren Abfalls tatsächlich recycelbar ist.
Auf den Clean-Up-Day waren die Schülerinnen und Schüler im Unterricht vorbereitet worden. Sie lernten unter anderem, welche Gegenstände nicht angefasst werden dürfen und dass scharfe Gegenstände, ausgelaufene Batterien oder unbekannte Materialien nur mit der Greifzange aufgehoben werden sollen.
Dass der Aktionstag künftig jährlich stattfinden soll, wurde von der Schulleitung bereits angenommen. Zacheo hofft, dass die Erfahrung bei den Kindern nachhaltig wirkt: «Wenn auch nur 10 % der Kinder, die heute mitgemacht haben, sich daran erinnern, dann ist das für mich ein grosser Wert.»
Gegen 11 Uhr waren einige der Kinder müde, doch die Gruppen zeigten sich zufrieden. «Es ist gut gelaufen», waren sich die Kinder einer Gruppe einig. Und auch auf die Frage, ob sie wieder mitmachen würden, war die Antwort klar: «Ja».
Zufrieden machten sich die Schülerinnen und Schüler um 12 Uhr auf den Heimweg.
Janik Schmid
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