50 Jahre PluSport Rümlang gefeiert
Mit einem bunten Fest und vielseitigen Programm beging der Verein für Menschen mit einer Beeinträchtigung am letzten Samstag sein Jubiläum.
Ob rollend oder stehend: voller Einsatz beim Hindernis-Parcours. Bild: Martin Allemann
Mit einem bunten Fest und vielseitigen Programm beging der Verein für Menschen mit einer Beeinträchtigung am letzten Samstag sein Jubiläum.
Rümlang. Vor der Heuelhalle gut besetzte Festbänke und -tische, drinnen ein Parcours aufgebaut, mit welchem ähnlich einem Sponsorenlauf das Vereinssparschwein gefüttert werden will. Es ging weniger um’s Tempo, vielmehr war Geschicklichkeit gefragt.
Turner, Schwimmer und das Team rund um den Verein starteten in eigenen Kategorien zu einem Hindernislauf. Gefragt waren Geschicklichkeit, Wendigkeit, Treffsicherheit und manchmal eine Portion Glück. Mit viel persönlichem Einsatz pendelten die Aktiven zwischen Stangen, durchliefen Tunnels und Barren, warfen zielsicher Bälle, Reifen und Frisbee. Angefeuert von ehemaligen Vereinsmitgliedern, Angehörigen, Gästen und dem Gemeinderat, musste der eine oder andere Sponsor tief in die Tasche greifen. Auch Simone Michlig (Präsidentin PluSport Schweiz) würdigte mit Präsenz den wichtigen Einsatz von PluSport Rümlang.
Derweil lief der Schweiss in Strömen bei jenen, die der Ehrgeiz packte und solchen, die es sonst eher gemächlich angingen. Der Jubel auf Seiten des Publikums aber auch bei den Teilnehmerinnen war gross und auch die Freude über das Geleistete.
Jetzt war es an der Zeit, sich mit einem Softeis abzukühlen und die verlorenen Kalorien mit einer leckeren Pizza wieder auszugleichen. Ausgelassen war die Stimmung unter den vielen Gästen des Festes. Viele Ehemalige trafen sich und tauschten Erinnerungen aus. An manche erinnerte man sich besonders gerne, weil sie so besonders anders, oder sehr engagiert waren. So auch an Gründungsmitglied Trudi Krähenbühl – unlängst verstorben – die bestimmt gerne mitgefeiert hätte. Das Programm bot für jeden Geschmack etwas: Kinder konnten sich Schminken lassen, staunten über die Fingerfertigkeit eines Ballonkünstlers und Ballwurfspiele boten Abwechslung. Anita Hürlimann hatte nicht nur kräftig ins Cafepedal getreten, sondern auch verführerisch feines Gebäck und handgemachte Glace im Angebot.
Höhepunkt war das Konzert der Mundartband Laurent & Max. Sie bedienten sich bekannter Lieder, Chart Hits und verpassten diesen ein neues, akustisches, auf’s Wesentliche reduziertes, musikalisches Kleid. Ihre eigenen Texte – mit Schwergewicht Baden und Essen – trafen mitten in die Bauchgegend. So wurde aus Queen’s «We will rock you» sinnigerweise: «Mir wänd Schoggi». Mal lustig, mal mit Seitenhieb, zogen sie rhythmisch durch den Alltags-Kakau. Klar wurden lautstark Zugaben gefordert. Gut die Melodien – auf Ansprachen wurde löblicherweise verzichtet. Es sollte ein gemütliches Miteinander sein und die vielen zufriedenen Gesichter bestätigten dies voll und ganz. «Es hat gar unsere Erwartungen weit übertroffen», stellte Vereinspräsidentin Daniela Ulli zufrieden fest.
Martin Allemann
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